Samstag, 1. November 2014

Umstrukturierung meiner Nikon-Ausrüstung

Ich hatte mir ja vor meinem Australien-Urlaub noch ein Nikon 14-24mm in der Mehrwertsteuer-Aktion von MM gekauft. Mit der damals noch laufenden Cashback-Aktion zusammen war das dicke Ding unschlagbar günstig, zumindest im deutschen Raum. Ich frage mich schon, warum in andern europäischen Ländern die Objektive meist viel günstiger als bei  uns angeboten werden, aber das ist eine andere Geschichte.
In Australien hatte ich das Zeiss 21mm / 2.8 dabei und wirklich schätzen gelernt. Scharfstellen überhaupt kein Problem, die Bilder so gut, dass ich zwei Drittel aller  Urlaubsaufnahmen nur damit gemacht habe, und mit 600 g nur etwas mehr als die Hälfte des Gewichts der Nikon 14-24 mm. Nachdem ich nun wieder zurück war, musste eines gehen. Ich setzte beide ins DSLR-Forum, und ließ die Käufer entscheiden, welches bleibt. Und was glaubt ihr wohl?
In unserer Nachbarschaft fand sich ein Käufer mit einer D800, der genau dieses Zeiss auf dem Kieker hatte. Er holte es heute ab,  und so bleibt das Nikon 14-24 bei mir, mit dem ich mich so gut wie noch gar nicht beschäftigt habe. Ein wenig leid tut es mir schon um die tolle Haptik, den seidenweichen Ring am Zeiss und die ganz besonderen Bilder, schaut selbst.
Razorback bei Loch Ard (Great Ocean Road Australien)

Flinders Street Railway Station in Melbourne

Regenwald in Tasmanien

Wo ich schon mal dabei war, setzte ich auch gleich meinen Zweifach-Konverter ins Forum. Mit meinem 70-200/f4 zusammen leistete er wirklich gute Arbeit, aber ein neues Objektiv, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, macht ihn überflüssig. Es ist das für Nikon-Anschluss noch gar nicht lieferbare Sigma 150-600 Sports. Nicht für jeden Tag, denn dazu ist es mit fast 3 kg einfach zu schwer, aber für Naturaufnahmen oder Afrika-Urlaube und Zoo-Besuche. Vorbestellt ist es, mal sehen, wann es kommt. 

Sigma 35mm f1,4 DG HSM Art die Zweite

Ich bin ja auch im Urlaub immer gerne im DSLR-Forum und schaue mir Kritiken und angebotenes Foto-Equipment an, obwohl ich schon viel zu viel habe. Inzwischen gibt es tatsächlich ein neues Nikon 35mm 1.8 für Vollformat, und laut diversen Berichten scheint es ziemlich gut zu sein und nahtlos in die Reihe 28, 50 und 85mm 1.8 zu passen. Einziger Nachteil ist der Preis, denn es kostet etwa 3 x mehr als die DX-Variante.
Im Vergleich scheint das Sigma 35mm Art immer noch einen Ticken besser zu sein, so dass ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte. Die Gebrauchtpreise des Sigmas im Forum lagen kaum noch über dem Neupreis des Nikons, nur betreibt Sigma eine etwas sonderbare Garantie-Politik. So wird einerseits die gesetzliche einjährige Garantie von Sigma auf 3 Jahre verlängert, wenn man sich innerhalb von 8 Wochen nach Kauf registriert, andererseits ist diese Garantie an den Käufer und nicht an das Objektiv gebunden. Entschließt sich der, das Objektiv zu verkaufen, geht die Garantie flöten. 
Mit dem Zeiss 21mm/f2.8 und dem Nikon 50mm/f1.8 fehlt mir der Bereich dazwischen. Als daher im Forum doch mal ein Sigma angeboten wurde, das erst knapp 11 Monate alt war, wurde ich mit dem Verkäufer schnell einig und das Teil war 2 Tage später bei mir. Der erste Test direkt nach dem Auspacken sah dann so aus:
Fehl-Fokus vom Feinsten
Ihr seht, man sieht nichts. Natürlich habe ich dazu die Blende ganz aufgemacht auf 1,4 mit einem deshalb geringen scharfen Bereich. Aber auf dem Bild ist einfach gar nichts scharf. Ein paar weitere Aufnahmen belegten den Front-Fokus. Zum Glück hat meine D800 ja eine AF-Feineinstellung, mit der ich im Nahbereich mit einem Wert +11 auf ganz gute Ergebnisse kam. Allerdings war das für entferntere Motive schon wieder zuviel, und so bestellte ich mir  den SIGMA USB-Dock, der für neuere Festbrennweiten-Objektive 4 unterschiedliche Werte für unterschiedlich weit entfernte Objekte möglich macht. Er kostet knapp 40 Euro, die Software SIGMA Optimization Pro kann man sich aus dem Internet dazu laden. Bei meinem Sigma war erst mal ein Firmware-Update fällig. Dann probierte ich es mit einigen Werten und landete schließlich bei +10/+10/+10/+9. Ich will das aber die nächsten Tage noch einmal genauer machen. So sah es  dann mit den neuen Einstellungen aus:
Platanenstamm bei f4 nach Fokus-Einstellung

Sigma USB Dock auf dem 35mm

meine Einstellungen für das Weitwinkel

So ganz glücklich bin ich mit dem Sigma trotzdem noch nicht. Die Farben sind gegenüber dem Zeiss oder auch den Nikon-Gläsern etwas flau. Die Schärfe werde ich wohl erst beurteilen können. wenn ich manuell fokussiere und mit Stativ arbeite. Ich überlege mir auch, das 35mm doch noch mit der D800 an Sigma zu schicken, um den Fokus-Point genau zu ermitteln und fest in das Eprom zu schreiben. Meine Zeiss-Objektive haben ja kein AF, und die Nikon-Objektive 50, 85 und 70-200mm saßen auf den Punkt genauso wie das Tamron 24-70, das inzwischen verkauft ist. Also gehe ich davon aus, dass meine D800 der Norm ziemlich nahe kommt. Andererseits sagte mir der Verkäufer, dass an seiner D700 der Fokuspunkt genau saß, ohne Justierung, d.h. die Werte oben standen alle bei 0. Ich frage mich, ob der  ganze Zirkus wieder losgeht, wenn ich mir mal ein neues Kameragehäuse kaufe oder einen zweiten Body. Liegt es am Sigma, sollte dann weiterhin alles  funktionieren, liegt es aber an meiner D800, könnte ich das Sigma nur noch an dem Body benutzen, auf den es eingestellt ist. 
Ich habe nächste Woche einen Fotokurs, den warte ich noch ab. Danach wird entschieden, ich habe ja noch bis Monatsende die Garantie.
Fokus auf AF

Fokus manuell eingestellt

Die Bilder oben habe ich heute mit Stativ im Zimmer gemacht, nachdem es die ganze Zeit geregnet hat. Beide sind mit dem Sigma 35mm entstanden, einmal mit AF auf ON, einmal mit manueller Fokussierung. Ich finde, man sieht kaum einen Unterschied.

Dienstag, 29. Juli 2014

Mediamarkt-19% plus Cashback

Vergangenes Wochenende war eine Mediamarkt-Aktion, in der bei  Online-Bestellungen 19% gleich der Mehrwertsteuer erlassen wurden. Leider hatte ich das zu spät mitbekommen, die interessanten Angebote waren alle schon weg. Wegen einer GoPro-Aktion-Kamera ging ich aber am darauffolgenden Montag, an dem das Angebot auch in den Läden galt, in den MM an der Äppelallee. Wie zu erwarten waren die Ladenpreise kurz vor der Aktion erhöht worden. Kostete die Hero3+ im vergangenen Monat bei MM noch 339 Euro, waren es am Samstag vor der Aktion 369 und am Aktions-Montag sogar 389 Euro. Abzüglich der 19% blieben immer noch 327 Euro, also kaum eine Ersparnis.
Interessanterweise gab es aber die nagelneue Nikon D810 für 2429 Euro Endpreis, immerhin 400 Euro weniger als der aktuelle Preis in idealo. Ich gebe zu, ein wenig habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, sie mir zu kaufen, aber schließlich siegte doch die Vernunft. Zumindest, was die Kamera betraf. Bei den Objektiven wurde ich dann doch schwach. Zwei Objektive interessieren mich zur Zeit: einmal das Sigma 35mm 1,4, das ich ja sogar schon einmal hatte, das aber trotz der 19%-Aktion nicht günstiger als bei idealo war, zum andern das Nikkor 14-24mm mit f2.8. Besonders seit meinem letzten Urlaub mit dem Samsung 10mm Crop bin ich von diesem Bildfeld begeistert. Bei MM kostete das Schmuckstück zwar stolze 1699 Euro, aber dank der 19% Abzug blieben davon nur noch 1376 Euro übrig. Zusätzlich  gibt es bei Nikon bis Ende Juli noch die Cashback-Aktion auf ausgesuchte Objektive, in diesem Fall 200 Euro. Wenn denn alles klappt, kostet mich das 1 kg-Paket letztendlich 1176 Euro, ein unschlagbarer Preis.
Ich fliege nächste Woche nach Australien, wo ich als Weitwinkel mein Zeiss 21mm dabeihaben werde. Ohne Filter und Schutz ist es mir doch zu heikel mit dem Neuen, aber ein paar Testaufnahmen möchte ich vorher doch noch machen.

Theodor-Heuss-Brücke Mainz mit 14mm f5,6

unter der Brücke bei 14mm , man sieht deutlich die Flares links

Restaurantschiff und Brücke bei 14mm f5,6, ebenfalls Flares

Baumrinde am Rheinufer bei 24mm f5,6

100 % Ausschnitt von oben aus RAW unbearbeitet
leichter Frontfokus, wenn überhaupt, bei f4 mit 24mm

scharfgestellt auf Bauch des rechten Pinienzapfens bei f4 mit 24mm

Mittwoch, 25. Juni 2014

nie wieder i-store oder salepoint

Auf der Suche nach einer leichten Alternative für meine Nikon-DSLR bestellte ich für eine Südamerikareise am 1.Oktober 2013 ein Fuji X-E1-Kit für ca. 800 Euro bei www.i-store-online.com mit Sitz in Thailand, das nicht nur mit einem wesentlich niedrigeren Preis dastand als die deutschen Online-Konkurrenten, sondern mit einem Zentrallager in Berlin bzw. England auch keinerlei Zollgebühren erhob. Die Bewertungen des Shops sowie des dazugehörigen sale-point-Shops waren durchwachsen, aber ich dachte, die sitzen ja auch in Berlin, da ist man auf der sicheren Seite. Irrtum!

Das Geld war bereits am nächsten Tag abgebucht, und anschließend kamen alle 2 Tage emails, in welchem Status die Ware gerade sei. Nach 30 Tagen dann die Mail, die Auslieferung stünde bevor. Allein es kam nichts. Nach einer Nachfrage musste ich dann unterschreiben, dass die Ware mich nicht erreicht hätte, anschließend wurde angeblich eine Ersatzlieferung auf den Weg geschickt, diesmal per Express. Auch die kam nicht an. Inzwischen gab es das Nachfolgemodell Fuji X-E2, und nach einigem Hin und Her wurde der Kauf storniert und der Kaufpreis sollte mir zurück überwiesen werden. Es kam aber nichts, bis heute.
Wöchentliche Anrufe und immer neue Tickets wurden geöffnet, aber wegen Geldwäschegesetz und anderer vorgeschobener Gründe sollte ich 42 Tage auf die Rücküberweisung warten. Inzwischen war ich mit einer Samsung NX300-Ausrüstung in Südamerika, da erreichte mich am 13.Februar 2014 die email, dass die Rückzahlung nun durchgeführt worden sei. Ein Blick auf mein Konto zeigte aber, dass das nicht der Fall war, es gab keinen Geldeingang von i-store. Wieder die ständigen Anrufe nach Thailand immer mit demselben Spruch: "wir leiten das weiter", "wir tun, was wir können", "es kann sich nur noch um wenige Tage handeln" .... Meine offenen Tickets wurden gar nicht mehr bearbeitet und blieben im Zustand "nicht zugewiesen". Im Mai dann gab es statt des Help-Centers in Thailand - übrigens mit deutschen bzw. deutschsprechenden Mitarbeitern - nur noch ein Call-Center irgendwo in Deutschland (Berlin?) mit Mitarbeitern, die nur noch zum Beschwichtigen und Weiterleiten da sind und selbst gar nichts mehr bewirken können.


Heute , 9 Monate nach meiner Bestellung, habe ich weder Geld noch Kamera, und die Frau im Call-Center wusste auf meine Frage, was ich nun machen solle, auch keine andere Antwort als "ich leite das weiter". Ich kann nur jedem dringend davon abraten, bei diesem Shop zu kaufen, denn die Verschleppung und die fehlende Warenlieferung sowie das Nichtrückerstatten des Kaufpreises haben Methode. Leider habe ich damals die diversen Erfahrungen anderer Käufer nicht genau genug gelesen, sonst hätte ich mich vom günstigen Preis nicht locken lassen. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Thailand, gerichtlich kann man daher auch nur dort gegen die Firma vorgehen. Die Auslagen für einen solchen Prozess mit einem thailändischen Anwalt würden aber den Verlust des Kaufpreises um ein Vielfaches übersteigen, und das weiß i-store ganz genau. Meine letzte Möglichkeit sehe ich in der Veröffentlichung des Vorgangs hier im Blog und in allen Foto-Foren, wo dies möglich ist.
Meine Samsung-Ausrüstung wurde mir übrigens bei einem Überfall in Chile gestohlen, der zum Glück glimpflich ausging. Rein finanziell war dieser Verlust mehr als doppelt so hoch wie der Verlust durch die Bestellung bei i-store. Aber dem Überfall war ich ausgeliefert, dem Lockangebot von i-store bin ich mit vollem Bewusstsein auf den Leim gegangen. Seid gewarnt!

Update: kaum hatte ich diesen Beitrag im Blog veröffentlicht und i-store davon in Kenntnis gesetzt, bekam ich eine Mail mit dem Status "gelöst" und dem Inhalt, dass ich den Fehler der Buchhaltung entschuldigen solle und der Betrag auf mein Konto überwiesen werden würde. Und tatsächlich, nach 3 Tagen war das Geld auf meinem Konto, auf den Tag genau 9 Monate nach meiner Bestellung.



Bestellhistorie


01.10.2013: Offen
02.10.2013: 001) Vorgang in Bearbeitung
02.10.2013: 01) Bestellung eingegangen
02.10.2013: 02) Prüfung Versandbereitschaft
02.10.2013: 03) Versandfertigstellung-Termin 08.10.2013
02.10.2013: 08) Zahlungseingang verbucht ------------------------------------------------
MASTERPAYMENT
------------------------------------------------
Date: 01.10.2013
Payment ID : 583800
------------------------------------------------
Name : xxxxxxxxx

Germany
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Amount : 796.93 EUR
Amount : 33,383.40 THB
------------------------------------------------
Bestellung Nr.: 60063336
07.10.2013: 09) Versandkoordinierung Shipping coordination
10.10.2013: 10) Sendung hat Lager verlassen left central warehouse
13.10.2013: 11) Sendung Eingang Paketzentrum Entry sorting center
15.10.2013: 13) Versandlauf international international shipping
29.10.2013: 14) Sendung Eingang Zustelldepot Enter local distribution center
03.11.2013: F1)Standortermittlung localisation - status
06.11.2013: F3) Sendung gesperrt insurance claim
07.11.2013: F4) Kundenbestätigung Eingang
11.11.2013: F5) Ersatzsendung (Express)
25.11.2013: B4) Rueckabwicklung Kaufvertrag
Hier die Mail über die angebliche Auszahlung:


Ihre Bestellung / Your Order
60063336

ORDER-UPDATE

 English
Dear xxxxxxxxxxx,
The status of your order 60063336 changed.
New status: L4) Auszahlung ausgeführt

Additional information of the support staff:
Repaid_Galliardo AG on 12.02.2014


THIS IS AN AUTOMATED EMAIL - PLEASE DO NOT REPLY TO IT.
Please do not reply to this email. This mailbox is not monitored and you  will not receive a response. For assistance, log -in into your  i-store-online customer account and click the Helpcenter link in the top left corner of any i-store-online page.
For every query pleace enter your order number (60063336) .


 Deutsch
Sehr geehrte(r) xxxxxxxxxxx,
 Der Status Ihrer Bestellung vom Tuesday, 01. October 2013 mit der Bestellnummer 60063336 wurde geändert.
Neuer Status: L4) Auszahlung ausgeführt



 Zusatzinformation des Supportmitarbeiters an Sie:
 Repaid_Galliardo AG on 12.02.2014


Dies ist eine automatische Benachrichtigung unseres Logistiksystemes, dass sich der Status Ihrer Bestellung verändert hat und ein Mitarbeiter der zuständigen Abteilung Ihren Vorgang bearbeitet hat.
 DIES IST EINE AUTOMATISCHE EMAIL – BITTE ANTWORTEN SIE NICHT DARAUF.
 Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Dieses Postfach wird nicht überwacht, deshalb werden Sie keine Antwort erhalten. Wenn Sie Hilfe benötigen, loggen Sie sich in Ihr Kunden-Konto ein, und kontaktieren uns über unser Supportcenter.
 Den bisherigen Verlauf Ihrer Bestellung finden Sie in Ihrem Kuntenkonto (Login: http://www.i-store-online.com/login.php)
 Geben Sie bei allen Anfragen zu Ihrer laufenden Bestellung bitte Ihre Bestellnummer (60063336) an

Dienstag, 29. April 2014

Samsung NX300 Ausrüstung geklaut

Ich hatte mir ja die Samsung NX300 samt diversen Objektiven für meine Südamerika-Reise gekauft, um einmal nicht die teure Nikon D800 mit den Zeiss-Objektiven zu riskieren und andererseits Gewicht zu sparen. Was ich befürchtet hatte, ist tatsächlich eingetroffen. Ich bin in Puerto Montt in Chile von zwei jungen Männern überfallen worden, und meine Fototasche samt Handy, Garmin-Temperatursensor und der NX300 und 5 Objektiven war weg. Zum Glück kam ich selbst mit ein paar Schrammen im Gesicht davon. Wen es interessiert, kann gerne in meinem Reise-Blog nachlesen.
Auch wenn es sich hier um die D800 handelt, will ich hier noch einmal ein paar Fakten über die Samsung NX 300 zusammentragen, die für mich von Interesse waren. Mit den Bildern war ich eigentlich ganz zufrieden, zumindest dann, wenn die Lichtverhältnisse gut waren. Bei schlechten Lichtverhältnissen nützte auch ein Stativ nichts, die Bilder zeigten einfach keine Details mehr und waren nur verwaschen. Besonders beeindruckte mich das das Fisheye 10mm, das nicht nur sehr scharf abbildete, sondern auch tolle Bildgestaltungen ermöglichte, bei nur 72 g Gewicht. Das 45mm hatte ich für Porträts mitgenommen, aber kaum eingesetzt. Das 12-24mm kam relativ oft zum Einsatz, bildete auch scharf ab, hatte aber nicht die Bildwirkung wie das Fisheye. Das Standard-Zoom 18-55 sowie das 50-200 kamen öfters dran, lieferten durchschnittliche Ergebnisse.
Hier mal ein paar Bilder:
Perito Moreno Gletscher in Argentinien (10mm Fisheye)


Torres del Paine in Chile (50-200mm Zoom)

Lago O'Higgins in Chile (12-24mm)

Blatt der Nalca-Pflanze, Chile (18-55mm)

Bei der Bearbeitung der Bilder mit Photoshop fiel mir dann auf, dass Samsung die meisten Informationen in den EXIF-Daten nicht liefert. So fehlt die ID der NX300, womit auch die Möglichkeit entfällt, die geklaute Kamera jemals anhand veröffentlichter Fotos wiederzufinden. Auch die Objektivdaten werden nicht geliefert. Das Schlimmste finde ich aber, dass zwar RAW-Bilder gemacht werden, diese aber trotzdem schon von Samsung "vorbehandelt " werden. Man kann sie kaum mehr schärfen, und auch die normale Verarbeitung bringt nur selten dasselbe Ergebnis, was aus der Kamera als JPG herauskommt. Die Farben der JPG-Bilder wiederum sind erst mal sehr schwach, man muss den Dynamik-Regler ziemlich noch oben schieben, um die natürlichen Farben abzubilden.
Um es in einem Satz zu sagen: die spiegellose NX300 kann mit einer Nikon D800 in keiner Weise mithalten, das sind einfach unterschiedliche Klassen. Ich hätte die NX300 nach dem Urlaub in jedem Fall wieder verkauft. Durch den Überfall hat sich das erledigt. Geblieben ist der materielle Verlust, aber nicht das Gefühl, etwas besonders Wertvolles verloren zu haben. Zum Glück habe ich ja noch die D800, und im Blog geht es zukünftig auch wieder um diese.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Seitensprung mit Samsung NX 300

Nach meinen verschiedenen Ausflügen zu andern Herstellern hatte ich mir zwar vorgenommen, nun doch die D800 mit auf meine Reise zu nehmen, aber je voller mein Rucksack wurde, desto größer wurden meine Zweifel. Also habe ich doch noch eine weitere Alternative ausprobiert, diesmal die Samsung NX 300 im Kit-Paket mit einem 18-55mm und einem 50 - 200mm Objektiv samt Tasche und Ersatzakku mit Ladegerät. Beide nicht besonders lichtstark, deshalb gab es als Zugabe noch ein 45mm/1.8. Nach Verkauf des zum Paket gehörenden Lightroom 4 kostete alles zusammen 815 Euro und wog betriebsfertig 1050g, also etwa nur ein Drittel dessen, was das Nikon-Equipment für die Reise wiegen würde.
Die ersten Bilder waren ganz vielversprechend, jedenfalls um Klassen besser als mit meiner Sony-Bridgekamera. Ich habe mich deshalb entschlossen, meine Reise mit der NX 300 anzutreten. Sollte die Kamera wirklich auf irgendeine Weise verschwinden, ist das eher verschmerzbar als die D800, und ganz so auffallend ist sie auch nicht.
Dies ist ja ein Blog über die D800, deshalb ist ein Vergleich von Interesse. Sobald das Wetter es zulässt, werde ich die Nikon mit dem 50mm/1.8 oder dem 85mm/1.8 mit der Samsung mit 45mm/1.8 vergleichen und ein paar Testaufnahmen machen. Die NX 300 hat einen APS_C-Sensor mit einem Cropfaktor von 1,5, entspricht damit etwa  einer Brennweite von 68mm. Damit es überhaupt schon mal ein Foto gibt, hier wieder eines von einem Platanenstamm vor unserer Haustür.
Platanenstamm NX 300 mit 18-55mm bearbeitet
100%-Ausschnitt vom Stamm aus RAW ungeschärft 

 Gar nicht so schlecht für das Kit-Objektiv, und auf jeden Fall gut genug für den Urlaub. Vergleicht mal mit dem Zeiss 100mm oder dem Sigma 35mm weiter unten. Das RAW-Format heißt bei Samsung eigentlich SRW, aber ich werde trotzdem weiter von RAW sprechen.

Der Vergleich kommt in den nächsten Tagen.

Montag, 2. Dezember 2013

Ausflug zu Fuji

Sorry, ich hatte in der letzten Zeit genau diese nicht.....
Jetzt geht es aber wieder regelmäßiger weiter. Seit Oktober bin ich mehr oder weniger freiwillig in den Ruhestand geschickt worden und kann daher meinem Hobby Reisen uneingeschränkt frönen. Meine erste längere Reise wird im Januar 2014 nach Südamerika gehen und ist in 3 Teile aufgeteilt: die ersten 6 Wochen geht es zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Süden Chiles bis nach Santiago. Dort treffe ich einige Bekannte, und wir fahren mit Motorrädern bis hoch nach Bolivien und Peru. Die letzten Wochen bin ich dann wieder zu Fuß unterwegs beim Trekking in Peru. Eine ganze Menge Anforderungen also für die Foto-Ausrüstung!

Ein Rucksack mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Laptop, GPS und allem, was sonst so dazugehört, wiegt schon ganz schön viel. Wenn dann noch Klamotten  für 30°C und welche für -15°C für das Trekking oberhalb von 5000m eingepackt werden müssen, wird es kaum weniger. Und da ich nächstes Jahr die 60 vollmache, bin ich auch nicht mehr so tauglich für schweres Gepäck wie vor 30 Jahren auf dem Kilimanjaro. Als ich das Gewicht von D800, Zeiss 21mm , einem lichtstarken 50mm und dem Tele 70-200/f4 addiert hatte, kamen schon knappe 3 kg heraus. Ein Stativ sollte aber auch noch mit, und ein Foto-Rucksack kam nicht in Frage, weil ich am Rücken ja schon den Trekkingrucksack hatte. Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass ich mir eine andere Kamera kaufen musste.

Zuerst probierte ich die D5200 von Nikon aus. Ehrlich gesagt war mir diese Kamera zu fummelig, alles so klein geraten, und auch im Sucher sah ich viel weniger. Da ich Brillenträger bin, bin ich sowieso schon gehandicapt. Schön war das Schwenk-Display für bodennahe Aufnahmen, und natürlich wog die Kamera nur noch die Hälfte der D800. Das größte Problem aber war, dass ich plötzlich kein Weitwinkelobjektiv mehr für Landschaftsaufnahmen hatte. Das Zeiss 21mm war plötzlich kaum weiter als ein 35mm am Vollformat. So gab ich die D5200 wieder zurück.
Einige Wochen später begann ich mich für die Fuji X-E1 zu interessieren. Zusammen mit dem Kit-Objektiv 18-55/F2.8 und dem neuen 55-200mm würde das Gewicht nur die Hälfte der Nikon-Ausrüstung betragen, und die Beispielfotos waren sehr ansprechend. Mit einem Crop-Faktor von 1,5 hätte ich entsprechend dem Kleinbild-Format 27 - 300mm abgedeckt, genug für die Reise. 

Die Preise von Fujinon waren mir jedoch zu hoch. Zusammen betrug das günstigste Angebot 1700 Euro. Als ich dann ein wesentlich günstigeres Angebot eines asiatischen Anbieters fand, schlug ich zu. Ich habe mein Geld bisher noch nicht wieder bekommen, deshalb werde ich auch keinen Namen nennen. Bezahlt wurde gleich, dann kamen fast täglich emails, welchen Status meine Bestellung gerade hatte. Nach 4 Wochen hieß es: noch 1 Tag bis zur Zustellung. Allein es kam nichts. Angeblich sei die Sendung verloren gegangen. Ich musste quittieren, bisher nichts erhalten zu haben, dann wurde eine Ersatzsendung per Express versendet. Wieder nichts. Inzwischen konnte man schon den Nachfolger, die Fuji X-E2 , kaufen. Irgendwann einigten wir uns auf Money back, aber das wird wohl auch noch einige Wochen dauern. Ihr könnt euch vorstellen, dass meine Lust auf Fuji mit jedem Tag des Wartens geringer wurde. Ist mir schon klar, das war äußerst dumm von mir, ich habe halt den Bewertungen von andern Käufern geglaubt. Jedenfalls habe ich mich dadurch wieder mehr mit dem Gedanken angefreundet, doch die D800 auf die Reise mitzunehmen. Und so wird mein Ausflug zur Konkurrenz wohl nur eine schlechte Erfahrung bleiben, aber ohne weitere Folgen.